Josef Roßmaier – Weltenräume

Josef Roßmaier ist pensionierter Pfarrer und befasst sich seit Jahrzehnten intensiv mit dem Bild. Er nimmt als Motiv Alltagsgegenstände, Gebüsch, Zweigreste und die ihm anliegende bayerische Landschaft der Holledau. Durch die digitale Fotografie kam er zur Bilderschließung in einem Prozess der Verwandlung ohne viel Technik. „Wandlung“ fasst dabei viele Bereiche des Wortes: von Reform, Revolution, Erneuerung, Umbruch, Umsturz, bis zum Ereignis der Wandlung in der Liturgie, und zur Neuschöpfung des Menschen in der Auferstehung.

Angesichts der geschichtlich immer gegebenen Enttäuschung über das stets wiederkehrende Ungenügen und Scheitern der „irdischen“ Art des Wandelns (bis zu den Schrecken der ideologischen  Revolutionen) ist Roßmaier die christliche, liturgische Verheißung, sakramerntale „Gebung“ und kultisch sich ereignende Wandlung als menschliche Chance und in Christus verheißene Hoffnung besonders wichtig. Die Bildversuche sind dabei nicht Illustrationen, sondern das Bild ständig wandernder Anschaungsgedanken: Wie das Betreten der Raumflucht eines Schlosses: immer neue Zimmer des gleichen Gebäudes öffnen sich, können begangen und betrachtet werden und sind so auch Vermittlung der Anwesenheit  von geschichtlicher und künstlerischer – humaner – Wirklichkeit: Aufgehen von Realität, die dem Nur-Außenseher verschlossen ist. Ein Bildgang in Gegenwärtigkeit. „Ein Bild ist ein Bild, ist ein Bild, ist ein Bild – nur Bild, aber eben Bild, das Bild des Tatsächlichen. Nicht Abguss, sondern Berühren und Begehen … Anwesenheit …

Eine Antwort auf „Josef Roßmaier – Weltenräume“

  1. Sehr geehrter Herr Scherrer,

    Ihre neue Ausstellungsidee finde ich großartig, vor allem dass Sie die kosmischen Bilder von Pfarrer Josef Roßmaier zeigen. Es sind wirklich erstaunliche Bilder, die an Erdaufnahmen erinnern, aber auch an die Urgeschichte der Erde und an ihre Entstehung.

    Ich wünsche Ihnen viele Betrachter und Bewunderer
    Mit freundlichen Grüßen Hermann Reidel

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