Brücken sind unerlässlich in unserem Leben. Wir sind froh und dankbar, wenn es sie gibt und wir beim Überschreiten den Übergang kaum merken. Doch diese ungewöhnliche Brückenkonstruktion lässt uns innhalten und lädt zur Besinnung ein.
Ich wünsche Ihnen eine segensreiche Betrachtung und grüße Sie herzlich,
Ihr Patrik Scherrer
Überbrückt - Das Motiv der Brücke in Kunst und Architektur
Die Themenausstellung in der Galerie der Stiftung BC – pro arte in Biberach ist jedes Jahr ein Highlight im Herbst. Neben den Werken der 18 Künstlerinnen und Künstlern ist es der Katalog und die brillante Einführung ins Thema durch die Kuratorin Frau Dr. Renftle, welche die Ausstellung so besonders machen. Dicht und spannend geschrieben durchstreift sie die großen Themenbereiche der Brücke. Es ist eine kulturgeschichtliche Reise durch die zentrale Bedeutung der unzähligen berühmten, großen, aber auch kleinen und bekannten Brücken in unserem Leben. Die Lektüre macht bewusst, wie wichtig die Brücken nicht nur für Verkehr und Handel, sondern wie unerlässlich sie für jede hindernis- und grenzüberschreitende Kommunikation zwischen uns Menschen sind.
Letztlich sind wir selbst die immateriellen Brückenbauer, wie Ivo Andric in einem der vielen Zitate treffend sagt: „Alles im Leben ist eine Brücke – ein Wort, ein Lächeln, das wir dem anderen schenken.“
Dieser kulturelle, geschichtliche, philosophische, theologische Teil bildet die Basis für einen kunsthistorischen Parcours zu Brückendarstellungen in der Malerei, der in die Präsentation der ausgestellten Werke und Künstler mündet. Auch hier gelingt es der Kuratorin mit ihrem Text über das Sichtbare und über die Beschreibung hinaus viele Dimensionen zu öffnen.
bis 21. November 2025
Der Katalog kann für 10 Euro + Porto auf der Website der Galerie bestellt werden oder über diese Mailadresse: sandra.vogel@ksk-bc.de..
„Kunst ist eine gute, existenzielle Lockerungsübung. Kunst ist weder innerhalb noch außerhalb kirchlicher Kontexte ein Allheilmittel gegen alle möglichen Probleme. Will sie auch nicht sein. Auch nicht ein oberflächlicher Dekor für einen bürgerlichen Lebensstil – zumindest kann sie mehr als das. Zeitgenössische Kunst ist leider zu einem nicht geringen Teil auch Spekulationsgut. Dennoch liegt hier ein hohes Potenzial zur Stärkung des Menschen. Sie macht widerständig gegen die Vereinnahmung von allen möglichen Halbgöttern und Ideologien, denen wir sehr gerne aufsitzen.
Kunst und Kirche haben viele Punkte für eine Koalition. Vor allem der Banalisierung des Lebens und dem fatalen Druck der totalen Ökonomisierung entgegenzuwirken.“
Bischof Hermann Glettler
der andere Bild-Impuls
Claudia Henzler: Brücke ins Unvorhersehbare
Ganz auf Gott vertrauen heißt nicht, dass man über Wolken gehen kann oder sein Lebtag auf Wolke Sieben schwebt. An Gott glauben und Ihm vertrauen heißt, das Unvorhersehbare der Zukunft und die scheinbar unüberwindlichen Hindernisse auf unserem Lebensweg zuversichtlich anzugehen.