entwerfen und verwerfen, malen und übermalen kann ein Sinnbild unseres Lebens sein. Wir haben einen Plan, doch dann kommt es anders. Alles hat seine Zeit ...
Ich wünsche Ihnen eine gute Betrachtung und eine gesegnete Fastenzeit.
Die Kunstinstallation von Hans-Peter Profunser thematisiert die
menschliche Verwundbarkeit und Hoffnung im Kontext moderner Krisen.
Die Skulpturengruppe stellt einen Zug
leidender Gestalten dar, die sich auf Schienenwegen vom Domplatz bis
zum Altar bewegen. Diese körperliche Prozession erinnert an
historische Deportationen sowie aktuelle globale Konflikte und
verbindet den Leidensweg Christi mit dem Schicksal der heutigen
Menschheit. Während die braunen Torsi die Schwere des irdischen
Schmerzes symbolisieren, deutet der Übergang zu weißen Figuren
die österliche Verklärung und Befreiung an.
Die Ausstellung lädt ein, während der Fastenzeit über den Wert des
persönlichen Einsatzes für höhere Ideale und die Möglichkeit der
Heilung trotz tiefer Wunden nachzudenken. (Karl-Heinz Kronawetter | Internetredaktion)
„Jedes Kunstwerk ist ein Kompromiss zwischen dem Machbaren und dem Gewollten. Das angestrebte Ziel wird in der Kunst nie erreicht, allerdings kommt die Kunst mehr oder weniger nahe an das heran, was der Künstler wollte.
Ich glaube, ich habe eine Lösung: die Dinge einfach geschehen zu lassen. Ich lasse die Dinge einfach geschehen, und es ist so erstaunlich, dass ich selbst mich darüber wundere. Ich sage immer, ein Bild ist gut, wenn der Künstler über sein eigenes Bild überrascht ist.“
Friedensreich Hundertwasser
der andere Bild-Impuls
Tobias Eder: Versuch zur Mitte
Von außen her gelesen kann das freie Ende als Einladung verstanden werden, hier anzuknüpfen. Nicht erst am Ende des Lebens, sondern jederzeit, da wo man gerade steht. Das freie Ende ist stetige Einladung, nach innen zu gehen. Dabei können ähnliche Schwierigkeiten auftauchen wie auf dem Weg in die Welt. Doch der Weg nach innen könnte die lohnendste Suche, der wichtigste Weg des Lebens sein.