Viele Berge haben schon durch ihre Höhe und Nähe zum Himmel
etwas Majestätisches und Furchtgebietendes an sich. Ihre Besteigung
ist in der Regel eine große Herausforderung und oft nur wenigen
vorbehalten. Dieser Berg hat seine Unberührtheit und damit seine Heiligkeit bewahren können.
Ich wünsche Ihnen eine gute Betrachtung und eine gesegnete Zeit!
"Nie wieder ist Jetzt!“: Kunstroute der Toleranz setzt starkes Zeichen.
Drei renommierte Kulturinstitutionen im Kreis Düren schließen sich für ein wegweisendes Kooperationsprojekt zusammen. Die „Kunstroute der Toleranz“ des Künstlers Ernesto Marques verbindet Kunst, Erinnerungskultur und Verfassungstreue zu einem dringenden Appell für Menschlichkeit, Vielfalt und eine offene Gesellschaft.
Angesichts gesellschaftlicher Risse und eines spürbaren Verlusts an Solidarität setzen das Deutsche Glasmalerei-Museum Linnich, das Burgenmuseum Nideggen und die Internationale Kunstakademie Heimbach ein gemeinsames, unüberhörbares Statement für Toleranz, Demokratie und Freiheit.
Im Zentrum der Ausstellungen stehen abstrakte menschliche Skulpturen von Ernesto Marques. Die gleichmäßige Verteilung der Figuren „The Boy“ und „The Girl“ betont dabei die fundamentale Gleichheit aller Menschen, unabhängig von Herkunft oder Geschlecht. Die Farbgebung trägt eine tiefe Symbolik: Monochrom graue Figuren versinnbildlichen Diskriminierung, Trauer und Isolation, während farbenfrohe Skulpturen für Demokratie, Würde und Vielfalt stehen.
„Kunst kann in jeder Form eine religiöse Qualität annehmen, wo sie den großen Fragen unserer Existenz begegnet, den fundamentalen Themen, die dem Leben den Sinn geben. Dadurch werden sie zu einem Weg tiefer innerer Reflexion und Spiritualität.“
Papst Benedikt XVI.
der andere Bild-Impuls
Gerhard Mayer: Vision des Himmels
Im Deckenspiegel der in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbauten evangelischen Pfarrkirche in Seibelsdorf (Bayern) begegnen sich seit der umfangreichen Sanierung von 2008-2010 Rokoko und zeitgenössische Kunst.
Während die Rundungen am Bilderrahmen dichter sind und dunkle Bereiche bilden, öffnen sie sich zur Mitte hin und geben Raum frei. Durch diese Strichführung erzeugt der Künstler die Wirkung einer Kuppel. So zieht es den Blick des Betrachters wie durch ein großes Auge hindurch in einen jenseitigen Raum mit unendlicher Höhe. Es öffnet sich eine Vision des Überirischen und Transzendenten, die durch und über alles Dinghafte hinweg eine immaterielle Gegenwart in der Welt erahnen lässt.