an Dreikönig stehen die drei Weisen aus dem Morgenland meistens so im Mittelpunkt, dass Jesus eher ins Mittelfeld oder sogar in den Hintergrund gerät. Bei dieser Krippe treten die Könige hinter Maria zurück, so dass unser Blick ungehindert auf den Gottessohn fallen kann.
Ich wünsche Ihnen eine gute Betrachtung und erfüllende Begegnungen mit Gott.
In einer abwechslungsreichen Inszenierung präsentiert die Kunsthalle Bremen sowohl herausragende Meisterwerke wie auch bisher Unveröffentlichtes. Gezeigt werden über einhundert Werke aus dem Bestand der renommierten Fondation Giacometti in Paris – Skulpturen, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Drucke sowie dokumentarisches Material.
„Dass man in der Welt Vertrauen haben und dass man für die Welt hoffen darf, ist vielleicht nirgends knapper und schöner ausgedrückt als in den Worten, mit denen die Weihnachtsoratorien ‚die frohe Botschaft‘ verkünden: ‚Uns ist ein Kind geboren.‘“
Hannah Arendt
der andere Bild-Impuls
Olya Kravchenko: Heute wie damals
Auch hier haben die drei Weisen mit ihren Gaben den Weg zur Krippe
gefunden. Sie sind dem großen Stern gefolgt, sind mit ihm in die Tiefen
der Erde hinabgestiegen, um in Jesus das wahre Licht der Welt zu
entdecken und ihm zu begegnen. Die auffälligen, blauen Schuhe, die
alle Akteure tragen, mögen symbolisch für den Himmel stehen, der sie
trägt und führt. Einige stehen mit nachdenklich an den Kopf gelegter
Hand an der Krippe, doch alle – bei Maria ist es Jesus selbst – haben
etwas für den Gottessohn dabei: Josef einen Apfel als Symbol, dass
er ihn nähren wird; die drei Könige Gold, Weihrauch und Myrrhe; der
Engel verzaubert die Nacht mit seiner Schalmei.